Chronik

Im Boxerheft Nr. 12 Jahrgang 1951 warb das langjährige Mitglied, Herr Grove, aus Leer für die Gründung einer Gruppe Ostfriesland des Boxer-Klubs München E. V. ...

Das Interesse und die Resonanz daran war so gering, dass sich weitere Schritte nicht lohnten.

Anfang 1966 nahmen Mitglieder der Gruppen Oldenburg und Wilhelmshaven, wie Frau Dygutsch, Frau Hahn, Herr Kretschmar und Herr Sjuts die Anregung wieder auf.
Sie traten mit verstärkten Kräften durch Anzeigen, persönliche Ansprachen und Rundschreiben an die Boxerfreunde heran, um nunmehr die Gründung einer Gruppe in Ostfriesland zu erreichen.
Die Resonanz war so groß, dass am 3. Mai 1966 die Gründung erfolgen konnte.

Zeitenfolge:

2. April: Anzeige in den Zeitungen zum ersten Treffen am 9. April 1966 am Hammerkeweg in Aurich

9. April: Treffen am Hammerkeweg. Sehr große Resonanz.

25. April: Rundschreiben an namentlich bekannte Boxerfreunde mit Einladung zur Versammlung am 3. Mai 1966.

30. April: Öffentliche Einladung in den Zeitungen zur Versammlung am 3. Mai. Die ersten Übungsstunden fanden auf und neben dem Firmengelände der Firma Vocke am Hammerkeweg in Aurich statt.

3. Mai 1966: Gründungsversammlung unter Leitung des 2. Vorsitzenden der Landesgruppe 8 Weser-Ems, Herrn Bruns, Wahl des Vorstandes der Gruppe. Die Vorstandsmitglieder waren: 1. Vorsitzender: E. Th. Kretschmar, Esens 2. Vorsitzende: Frau R. Dygutsch, Aurich Schriftführerin: Frau H. Schubert, Aurich Kassierer: Th. Sjuts, Esens Abrichtewart: D. Ortgies, Norden

Ab Juli 1966: Durch Bemühungen des Mitglieds Dietzfeld konnte das jetzige Übungsgelände mit Zustimmung der damaligen Gemeinde Egels benutzt werden. Die Zustimmung wurde später durch Pachtung ersetzt.

6. August 1966: Die ersten Ausbildungsunterweisungen bzw. Anleitungen wurden bereits auf dem Übungsplatz in Egels abgehalten. Der 1. Vorsitzende der Landesgruppe Weser-Ems leitete diese Veranstaltung.

Übungsbetrieb 1966 Durch den großen Einsatz des ersten Ausbildungswartes Ortgies, unterstützt von Frau Dygutsch, Frau Hahn und Herrn Meibörg, ging die Ausbildung gut voran. Die Monatsversammlungen wurden durch Vorträge, Referate, Dia-Schauen und vor allem durch die Filmvorführungen von Herrn Dr. Butenberg interessant gestaltet.

2. Dezember 1966: wurde eine Adventsfeier in "Peters Gaststätte" in Egels, die zur Traditionsgaststätte werden sollte, veranstaltet. Die Beteiligung war erfreulich gross. Es wurde nicht nur an die großen und kleinen Zweibeiner gedacht, sondern auch an die Vierbeiner, die doch eigentlich Hauptsache des Klubs sind. Der Mitgliederbestand war bis Ende des Jahres auf 45 Mitglieder gestiegen.

31. Januar 1967: Der Pachtvertrag für den Übungsplatz wurde mit der Gemeinde Egels abgeschlossen.

1967: Die Herren Kretschmar und Grove waren um den Aufbau der Zucht, auch unter Einführung neuer Blutlinien, sehr bemüht. So konnten schon 2 Würfe von dem kommissarischen Zuchtwart Bruns (Gruppe Oldenburg) abgenommen werden.

März 1967: Die Gruppe erlitt einen herben Verlust. Der 1. Vorsitzende der Gruppe, Herr Kretschmar, starb am 3.3.1967 bei einem Erholungsaufenthalt in der Schweiz. Für die Gründung der Gruppe und deren Aufbau hatte er sich stark eingesetzt. Er war der Motor in der schwierigen und arbeitsreichen Zeit der Gründung und des weiteren Ausbaues. Er fand in Herrn Grove einen würdigen und erfahrenen Nachfolger.

30. April 1967: Die erste Zuchtveranlagungsprüfung fand schon statt. Herr Rode aus Bremen war der Richter. Frühjahr 1967: Um bei der Ausbildung mit den Hunden auf dem Platz ungestörter arbeiten zu können, wurde mit den Planungsarbeiten für eine Umzäunung begonnen. Als Kosten wurden ca. 2000 DM ermittelt. Durch den tatkräftigen Einsatz und Materialspenden von Herrn Ortgies und aktive Unterstützung der Mitglieder sowie eines Landesgruppenzuschusses konnte mit dem Bau begonnen werden. Da die Mittel für den Bau nicht ausreichten, wurden sogenannte Bausteine in Form von Fliesen zur Zeichnung ausgelegt. Damit konnten die erforderlichen Mittel aufgebracht werden. Die Bausteine sollten nach zwei freien Tilgungsjahren in drei Jahresraten zurückgekauft werden. Von vielen Zeichnern wurde der Wunsch geäußert, die Mittel für den weiteren Ausbau des Platzes zu verwenden. Dadurch, sowie durch kostenlose Planierungsarbeiten, wurde ein sehr guter Übungsplatz geschaffen. Er ist ein gutes Aushängeschild und neben den Übungen ein wahrer Platz zur Erholung geworden. Am 19. Mai 1968 war es soweit: Die Ausbildung der Hunde machte große Fortschritte. Der Wunsch nach einer Schutzhund-Prüfung wurde immer größer. Die erste Schutzhund-Prüfung in Aurich fand statt. Als Richter fungierte Herr Bitomsky. Von 10 teilnehmenden Hunden konnten alle Hunde die Schutzhund-Prüfung bestehen. Nach weiteren Planierungsarbeiten auf dem Vereinsgelände entstanden zwei Übungsplätze. Auf dem grossen Platz konnte die Ausbildung der Hunde für Prüfungen intensiver durchgeführt werden. Auf dem kleinen Platz wurde die Gruppenarbeit mit mehreren Hunden gleichzeitig durchgeführt (Ringelpietz). Durch diese Gruppenarbeit konnte das Interesse an der eigentlichen Ausbildung der Hunde stark gesteigert werden. Durch die gute Arbeit der Ausbildungswarte und der Übungsleiter sowie der Helfer und aller Hundesportler nahm das Interesse der Hundefreunde an dem Boxer stark zu. Aber nicht nur der Hundesport hat das erreicht, auch die Zuchtwarte mit guter Einfühlung sowie die Züchter waren daran beteiligt. Auch durch einen Aushangkasten in der Stadt sowie durch Zeitungsanzeigen und Zeitungsberichte wurde für den Boxer geworben. Durch die ansteigende Bekanntheit des Boxers nahm der Mitgliederbestand erfreulich zu. Bedingt durch die großen Entfernungen in Ostfriesland ergab es sich zwangsläufig, dass sich aus der Gruppe Ostfriesland mehrere Gruppen bildeten. So in Westrhauderfehn, Emden und Wittmund. Der Mitgliederschwund konnte aber immer ausgeglichen werden. Bedingt durch die starke Beteiligung wurde die bisher genutzten Unterkunftsmöglichkeiten zu klein. Der Wunsch nach einem Klubheim wurde immer stärker.

1972 konnte die Gruppe günstig eine Holzbaracke auf Abriss kaufen. Sie wurde mit vereinten Kräften aufgestellt.
Am 12. November 1972 erfolgte die Gebrauchsabnahme. Mit Material- und Geldspenden konnte die Inneneinrichtung vervollkommnet werden.

6. März 1973: Mit der Monatsversammlung wurde das Klubheim eingeweiht. Nun kam auch nach den Übungen auf dem Platz, bei den Prüfungen, Spezial-Zuchtschauen sowie den Zuchtveranlagungsprüfungen das leibliche Wohl nicht zu kurz. Auch konnte der Geselligkeit bei und nach den Übungen und Veranstaltungen ein besserer Rahmen gegeben werden. Ein Blick in das Gästebuch zeigt, dass die Möglichkeiten gut genutzt wurden. Noch eins konnte festgestellt werden: der Kassierer machte ein viel freundlicheres Gesicht. Mit der Zeit nahmen durch die Enge und andere Faktoren die Diskussionen über die verschiedenen Methoden der Ausbildung an Schärfe zu; persönliche Querelen erhöhten die Spannungen. So kam es, dass der damalige Vorstand zurücktrat. Mit einem neuen Vorstand und unter Zurückstellung aller Streitigkeiten gelang es, die Spaltung der Gruppe zu verhindern. Rückblickend ist zu bedauern, dass es zum 10-jährigen Gründungstag der Gruppe zu derartigen Streitigkeiten kam.

7. Mai 1977: Am Ergebnis der Zuchtschau kann man feststellen, was erreicht werden kann, wenn Einigkeit herrscht. Die Spezial-Zuchtschau war in sportlicher und finanzieller Hinsicht ein großer Erfolg. 1980 teilte die Bundesvermögensstelle der Gruppe mit, dass sie die Hälfte des ehemaligen Scheibenhauses zur Verpachtung freigebe. Nach Diskussion einigte man sich, die Räumlichkeiten zu pachten und auszubauen. Mit tatkräftigem Einsatz der Mitglieder konnte der großzügige Ausbau im Frühjahr 1981 abgeschlossen werden. Er wurde zum 15-jährigen Bestehen mit dem Sommerfest, mit Pokalkämpfen und einem Hunderennen eingeweiht.

[Der Text wurde entnommen aus der Jubiläumsausgabe zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe Aurich und für diese Homepage überarbeitet.]